Hackerangriff

Im digitalen Zeitalter verbreiten Hacker immer wieder Angst und Schrecken. Mit ihren Attacken haben sie in der Vergangenheit schon ganze Branchen lahmgelegt, Informationen gestohlen oder für Schäden in Millionenhöhe gesorgt. Doch was ist ein Hackerangriff eigentlich genau, welche Arten gibt es und wie können sie erfolgen?

Von Hackern und Crackern

Viele Experten sehen es nicht gerne, wenn überhaupt eine Definition für Hackerangriffe angestrengt wird. Hacker an sich meint erstmal nichts Negatives, sondern nur jemanden, der sich intensiv mit der Technik von Computern und ähnlichen Maschinen beschäftigt. Hacker arbeiten sogar bei großen Unternehmen und suchen dort gezielt nach Sicherheitslücken, um diese so schnell wie möglich zu schließen. Solche Hacker arbeiten oft auch nach einer gewissen Ethik und wollen sich von kriminellen Angreifern ganz entschieden abgrenzen. In der Szene ist es üblich, Hacker mit kriminellen Absichten als Cracker zu bezeichnen. In der breiten Bevölkerung hat sich diese Differenzierung aber auch nach mehr als zwei Jahrzehnten nicht durchgesetzt.

Wie Hackerangriffe erfolgen

Das Ziel eines Hackerangriffs ist es in der Regel, ein drittes System oder Netzwerk in Knie zu zwingen, zu manipulieren oder Daten zu stehlen. Um dies zu bewerkstelligen, stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. In der einfachsten Variante sind dafür nicht einmal tiefgreifende Kenntnisse notwendig. Für einige Fälle wie das Knacken eines WLAN-Netzwerks gibt es bereits vorgefertigte Software, auch Passwörter lassen sich auf diese Weise mit einer Technik namens Bruteforce aushebeln. Dabei werden einfach so lange verschiedene Passwörter ausprobiert, bis das richtige dabei ist. Verwender solcher Tools werden oft auch als Scriptkiddies bezeichnet, da sie selbst nicht die erforderlichen Kenntnisse für derartige Angriffe haben.

Mit mehr Fachwissen können Hacker auch direkt auf einen fremden Rechner zugreifen. Dafür ist es notwendig, dass sie sich in ein System einschleusen und dort die Rechte zum Ausführen von Software erhalten. Die Möglichkeiten dazu sind so vielfältig, dass sie sich nur schwer aufzählen lassen. Hacker sind immer sehr kreativ und finden regelmäßig neue Möglichkeiten, um Computer und Maschinen zu manipulieren. Ein Hackerangriff unterscheidet sich aber von einem Cyber Angriff, da hier fast immer ein aktiver Hacker am Werk ist, der Sicherheitsmaßnahmen zu umgehen versucht. Die Angriffe werden also nicht automatisch von einer Software gelenkt. In der heutigen Welt können die Angriffe aber auch miteinander verschmelzen.

Schutz vor Hackern im Internet

Hacker können prinzipiell jedes beliebige Ziel angreifen und sind damit auch für normale Nutzer eine Gefahr. Für Aufsehen sorgen immer wieder Diebstähle von Kreditkartendaten, was sehr schnell sehr teuer werden kann. Um sich dafür zu schützen, braucht es vor allem ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit und Pflege des eigenen Rechners. Das Betriebssystem ist stets auf dem aktuellsten Stand zu halten, damit keine kritischen Sicherheitslücken ausgenutzt werden können. Darüber hinaus ist bei Webseiten Vorsicht geboten. Gerade wenn sensible Daten übertragen werden, sollte dies nur auf einer sicheren Seite mit der nötigen Verschlüsselung geschehen. Zu erkennen sind solche an einem vorangestellten „https“ statt „http“. Zuletzt sollte Software ausschließlich von vertrauenswürdigen Quellen installiert werden. Anhänge in E-Mails sollten außerdem nicht geöffnet werden, wenn der Absender dem Empfänger nicht gut bekannt ist. Besonders gefährlich sind bei Windows-Systemen exe-Dateien, schädliche Software kann sich aber auch in anderen Formaten finden.

Gerade für den Durchschnittsnutzer, der sich mit dem Thema Sicherheit nur wenig auskennt, empfiehlt sich für einen guten Internetschutz auch eine Schutzsoftware. Anti-Viren-Programme bieten in vielen Fällen einen Echtzeitschutz, der alle Vorgänge direkt überwacht und mögliche Gefahren unterbindet. Auf diese Weise ist das Surfen im Netz deutlich entspannter, da zumindest die größten Gefahren im Keim erstickt werden. Jeder muss sich aber darüber im Klaren sein, dass eine absolute Sicherheit nie erreicht werden kann. Aus diesem Grund sind Backups für wichtige Daten Pflicht, um im Fall der Fälle nicht alles zu verlieren.